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Ausstellung „Pogromnacht“ – Stolpersteine

Ausstellungen

Der Erfinder und Künstler der „Stolpersteine“ Günther Demning, wird als Ehrengast von Henning Scherf vorgestellt. Er steht für Diskussionen im Bereich der Ausstellung „Stolpersteine“ in der Eingangshalle zur Verfügung

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Info: www.stolpersteine.com
Wir gedenken heute der Opfer, die der Judenhass in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 in Deutschland gefordert hat.
In Bremen und seiner unmittelbaren Nachbarschaft wurden fünf Menschen jüdischer Herkunft ermordet: Dr. Adolph Goldberg aus Burgdamm, 78 Jahre alt, Arzt, Vater von drei Kindern; seine Ehefrau Martha Goldberg, 65 Jahre alt, Sprechstundenhilfe und Buchhalterin; Heinrich Rosenblum aus der Thedinghauser Straße, 46 Jahre alt, Kaufmann, Vater von vier Kindern, Leopold Sinasohn aus Platjenwerbe, 61 Jahre alt, Monteur, Vater von drei Kindern und Selma Zwienicki aus der Hohentorstraße, 56 Jahre alt, Sekretärin, Mutter von vier Kindern.

Das Kennzeichnende der Pogrom?Nacht waren nicht nur die Zerstörung der Synagogen. Das Kennzeichnende war die Anstiftung zu Mordtaten und das Mitmachen und Hinnehmen durch die deutsche Bevölkerung.

Der wieder zunehmende Antisemitismus, die wachsenden Wahlerfolge der Rechtsradikalen dürfen nicht verharmlost werden. Der Satz „Wehret den Anfängen!“ scheint schon überholt.

Es gibt ein kaltes Vergessen. Es gibt aber auch ein kaltes Erinnern.
Die Nacht der Jugend will das Erinnern an die Reichspogromnacht und an das Morden in der Nazi-Zeit verbinden mit Engagement für eine menschenfreundliche Gegenwart.

Ein Mann, der Auschwitz überlebt hat, hat den Sinn seines Sprechens
so ausgedrückt: „Dass das, was war, nicht mehr zurückkommen soll, und die Menschen sollen verstehen, was es war. Und wenn ich nur einen kleinen Stein in die Mauer gebaut habe zwischen Schlecht und Gut, damit das Gute herrschen soll, bin ich zufrieden.“

Unser Ziel ist es, den Millionen Ermordeten, jedem einzelnen, Respekt zu erweisen, sie im Gedenken in die Menschen- gemeinschaft einzubeziehen.
Ziel des Erinnerns ist es auch, uns wach zu halten für die Gefährdungen der Demokratie. Das Erinnern soll unser Gespür für Unrecht stärken, unsere Empfindsamkeit für fremdes Leiden, unsere Solidarität mit den Schwachen, unsere Empörung über Verletzungen der Menschenwürde.
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