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„Man hat ihn alles genommen“

Ausstellungen

Eine Ausstellung der St. Johannis Schule zur Erinnerung an jüdische Bürger Bremens.
Ziel der Projektarbeit war es, die Schicksale von jüdischen Bremer Bürgern nachzuzeichnen, die in der Pogromnacht verfolgt und ermordert wurden. Im Zuge unserer Nachforschungen stießen wir immer wieder auf den Begriff „Judenhäuser“. Wir empfanden den Begriff als dermaßen abstoßend und diskriminierend, dass wir uns darüber informierten. So mussten wir herausfinden, dass es mindestens 20 solcher Häuser in Bremen gab, von denen viele noch vorhanden und teilweise in der alten Bausubstanz erhalten sind. Im nächsten Schritt wollten wir etwas über die ehemaligen Bewohner und ihr Leben in diesen Häusern erfahren. Leider war dies kaum möglich, weil die meisten von ihnen entweder in Theresienstadt, Minsk oder anderen Konzentrationslagern ermordet wurden. Es gelang uns aber, für einige dieser Häuser Listen von ehemaligen Bewohnern zusammenzustellen, die in den meisten Fällen auch Auskunft über ihr Schicksal geben.
In diesem Zusammenhang bot es sich an, die Tagebücher von Victor Klemperer auszuwerten, der in drei Judenhäusern in Dresden wohnen musste. Klemperer beschreibt in seinen Aufzeichnungen unter welch grauenhaften Bedingungen die Menschen lebten, die in diesen Häusern zusammengepfercht die Abtransporte zu erwarten hatten.
Wir glauben deshalb, dass die Ausführungen Klemperers stellvertretend für das Leid all der Menschen in Bremer Judenhäusern gesehen werden können und haben entsprechende Zitate aus den Tagebüchern verwendet. Verordnungen und Gesetze der Nationalsozialisten, die die Entrechtung und Verfolgung erst möglich und „legal“ machten, haben wir hinzugefügt.

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