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Rita Medvedeva

Ehrengast

geboren im Mai 1921
in Korsun-Schewtschenkiwsky, Ukraine

medvedeva

Als Rita Medvedeva zwei Jahre alt war, starb ihre Mutter. Sie lebte bei einer Tante bis sie als Zehnjährige inmitten der UdSSR-weiten Hungersnot mit ihrem Vater nach Rokuvata Station umzog, wo dieser Arbeit gefunden hatte.

Als gute und fleißige Schülerin wollte sie zur Universität, doch – vermutlich auf-grund ihrer jüdischen Herkunft – wurde ihr der Zugang zur Universität verwehrt. Daher immatrikulierte sie sich 1939 am Institut für Lehramt in Drohobytsch. Die jüdische Herkunft war im Pass eingetra- gen.

Zwei Jahre später musste sie dort ins Ghetto. Sie überlebte bei schwerster Arbeit und lernte von einer Leidensgefährtin Polnisch und Deutsch. Als ihr 1943 die Deportation drohte, floh sie vom Sammelplatz, wurde jedoch bald entdeckt und ins Deutsche Reich zur Zwangsarbeit auf einem Bauernhof verschleppt.

Nach Kriegsende arbeitete sie als Dolmetscherin im besetzten Deutschland für die Rote Armee und traf während ihrer Tätigkeit als Übersetzerin für eine sowjetische Kommandantur 1948 ihren künftigen Ehemann, einen Physiker und Mathematiker. Gemeinsam kehrten sie in die Nähe der Ukraine zurück, nach Kursk, damals UdSSR.

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