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Florian Heinisch

Musik

Der 26. Juni 2016 ist der 100. Geburtstag des Pianisten Karlrobert Kreiten, der am 7. September 1943 nach einer Denunziation durch eine Freundin seiner Mutter in Berlin gehängt wurde.  Sein Lehrer Claudio Arrau sagte noch 1983: „Karlrobert Kreiten war eines der größten Klaviertalente, die mir persönlich je begegnet sind.“ Kreitens verheißungsvolle Karriere hatte früh begonnen, jedoch ein jähes, endgültiges Ende gefunden – auch Interventionen seiner Eltern und Wilhelm Furtwänglers vermochten ihn nicht zu retten.

Mit dem Programm von Karlrobert Kreitens letztem, aufgrund seiner Verhaftung im Mai 1943 nicht mehr realisierten, „ungespielt“ gebliebenen Klavierabend in Heidelberg soll ein musikalisches Gedenken zum 100.Geburtstag stattfinden, ebenso eine Auseinandersetzung mit dem Schicksal dieses in der NS-Zeit ermordeten Pianisten.

In Bremen wird am 9. November nicht das komplette „Ungespielte Konzert“ gegeben.

 

 

Florian Heinisch, 1990 in Eisenach geboren, begann dort mit fünf Jahren bei Dagmar Linz mit dem Klavierunterricht, den er fünf Jahre später bei Sigrid Lehmstedt in Weimar fortsetzte. Von 2010 bis 2014 studierte er in Leipzig bei Dietmar Nawroth und Gerald Fauth.  Seit Herbst 2014 Master-Studium bei Sontraud Speidel in Karlsruhe, wo er an der Hochschule einen Lehrauftrag wahrnimmt. Internationale Meisterkurse und Klassen, u. a. bei Jacques Rouvier, Lilya Zilberstein, Lev Natochenny, Ian Pace, Elisso Wirssaladze und Leonid Margarius.

Florian Heinisch war 1. Preisträger  u. a. des Internationalen Grotrian-Steinweg-Wettbewerbes Braunschweig und des Bundeswettbewerbs „Jugend musiziert“. Beim Internationalen Amadeus-Wettbewerb in Brno/Tschechien 2013,  beim Internationalen Klavierwettbewerb in Osimo/Italien 2014 und 2015 sowie in Monteprandone/Italien 2015  war er als Juror tätig.

Neben vielen Engagements in Deutschland führten ihn weitere Auftritte nach Österreich und Italien, nach Großbritannien, in die Türkei, die USA und in den Irak. Im Oktober 2014 gab er in Ankara mit dem Orkestra Akademik Baskent (Leitung: Ertug Korkmaz) sein Orchester-Debüt mit Beethovens 3. Klavierkonzert. Im November 2015 debütierte Florian Heinisch in der Steinway Hall, London, für die internationale Klavierstiftung The Keyboard Charitable Trust. In diesem Jahr hat er in u.a. Neapel und Bagdad (in der deutschen Botschaft) gespielt, weitere Auftritte fanden in Recanati/Italien und mit der Konzertreihe „Das ungespielte Konzert“ in vielen deutschen Städten statt. Im September 2016 wird diese Reihe fortgesetzt  und Oktober 2016 wird Florian Heinisch in der Wigmore Hall, London, debütieren.

Neben seinem tiefen Interesse an Musik von Barock bis Impressionismus widmet Florian Heinisch sich dem Studium und der Interpretation der Neuen und neuesten Musik, die er oft in kontrastierenden, ungewöhnlichen Programmen den älteren Werken gegenüber stellt. Einen weiteren Schwerpunkt seiner künstlerischen Entwicklung stellt sein aktives Wirken als Kammermusiker und Liedbegleiter dar.  www.florianheinisch.com

 

 

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