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Nacht der Jugend 2017: „Wann, wenn nicht jetzt?“

Allgemein

Wie einige schon wissen heißt unser diesjähriges Motto: „Wann, wenn nicht jetzt?“

Es ist einem Buchtitel von Primo Levi entnommen, der Ausschwitz überlebt hat. Primo Levi, italienischer Jude, war im Widerstand. Viele seiner Bücher sind gegen das Vergessen geschrieben. Im April 1987 hat er sich das das Leben genommen. Mit dem genannten Buch wollte er den jüdisch-russischen Partisanen des Zweiten Weltkriegs ein Denkmal setzen.

Ursprünglich geht das Zitat zurück auf einen Ausspruch von Rabbi Hillel, zu finden im Talmud, Pirkeh Avoth [Sprüche der Väter]: »Er [Rabbi Hillel] pflegte zu sagen: ›Wenn ich nicht für mich, wer für mich, und bin ich nur für mich, was bin ich, und wenn nicht jetzt, wann denn!‹« Talmud, Pirkeh Avoth [Sprüche der Väter] I:14, zit. in der Übersetzung von Rabbiner Dr. S. Bamberger aus: Bamberger: Sidur Sefat Emet, Basel 1982, S. 151.

Auch Rio Reiser ahnte unser Motto voraus und hat gesungen:

Wann, wenn nicht jetzt? Sinn unseres Mottos ist: Wir müssen jetzt aktiv werden und uns engagieren. Wir dürfen keine Zeit verlieren.

Die wachsende Menschenfeindlichkeit muss rechtzeitig bekämpft werden. Die Botschaft der Nacht der Jugend bleibt aktuell: Jeder Mensch ist wertvoll und besitzt eine unantastbare Würde.

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