„Solidarity now!“

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Aktuelles Motto

Das Motto der „Nacht der Jugend“ am 11.11.2020: „Solidarity now!“


Solidarität ist „in“: Alle sprechen davon, Aktivist*innen und Politiker*innen fordern sie ein meist für unterschiedliche Ziele und ob bei Bewegungen wie Black Lives Matter, den Anschlägen in Hanau und Halle oder im aktuellen Umgang mit der Corona- Pandemie – es gibt vielfältige Möglichkeiten, solidarisch zu handeln.

 

Wenn wir erleben, dass jemandem Ungerechtigkeit widerfährt und uns dagegen erheben, unsere Stimme nutzen, uns einsetzen – dann stellen wir uns auf eine Seite und zeigen: wir gehören zusammen. Der Begriff „Solidarität“ kommt aus dem Lateinisch und heißt genau das:  Verbundenheit und Zusammengehörigkeit.

 

Sich solidarisch verhalten - das können auch mehrere Personen oder Gruppen, die sich gegenseitig helfen oder unterstützen. Solidarität trägt dazu bei, Autonomie und Selbstbestimmung im Leben von Menschen und Gemeinschaften zu erhöhen, fördert also Empowerment als Prozess der Selbstbemächtigung. Solidarität kann sich materiell zeigen durch ganz konkrete Unterstützung oder symbolisch geäußert werden. Sie kann auch dann gelebt werden, wenn man sich persönlich gar nicht kennt. Wenn wir, zum Beispiel eine gemeinsame politische Überzeugung teilen oder einer Person in Not zur Seite stehen. 

 

Mit wem wir uns solidarisieren, welcher Art diese Solidarität ist, ob wir eine Gegenleistung dafür erwarten – sei es auch „nur“, dass man auch uns Solidarität entgegenbringt – allen diese Fragen wollen wir uns mit dem Motto der 23. „Nacht der Jugend“ stellen.

 

Wir sind uns einig: Solidarität ist notwendig. Minderheiten, Menschen am Rande der Gesellschaft, Geflüchtete, Hungernde, und viele Andere brauchen sie. Oft werden die Stimmen der Betroffenen, die Solidarität benötigen, jedoch nicht gehört. Über ihre Köpfe hinweg wird entschieden, was gut für sie sein könnte. Gestaltungsprozesse von solidarischem Handeln zu hinterfragen, sie neu zu sortieren, damit Solidarität gezielt ankommen kann – hier liegen die Herausforderungen und auch die Handlungsmöglichkeiten für jede*n von uns.

Wir freuen uns über alle Zeichen der solidarischen Verbundenheit mit der „Nacht der Jugend“, die in diesem Jahr coronabedingt weitgehend digital stattfinden muss und sind gespannt auf Eure Beiträge zu „Solidarity now“.